Gebäude mit Klinkerriemchen

Wohnen in der Gartenstadt Reitzenstein

Nach Aufgabe der militärischen Nutzung der Reitzenstein Kaserne wurde in einem Werkstattverfahren ein städtebauliches Konzept für ein hochwertiges, städtisch integriertes Wohnviertel mit besonderem Augenmerk auf die freiraumplanerischen Qualitäten entwickelt.

Auf dem Baufeld ist die Errichtung einer fünfgruppigen Kindertagesstätte und einer Jugend-freizeiteinrichtung mit den notwendigen, dazugehörigen Freiflächen erfolgt.

Das Gebäude wurde in Massivbauweise errichtet. Die Klinkerriemchen-Fassade ist durch Balkone und Loggien, sowie durch Laubengänge in den Obergeschossen, aufgelöst.

Schillerstraße , Neuss Architekt: pbs architekten Gerlach Wolf Böhning gebaut vom Neusser Bauverein AG 

Klinkerriemchen und ihre Eigenschaften


Klinkerriemchen sind – genauso wie Verblendklinker – grobkeramische Erzeugnisse, die aus natürlichen Rohstoffen (Ton und tonigen Massen) geformt und bei Temperaturen von ca. 1.150 °C gebrannt werden. Die physikalischen Eigenschaften und Formate von Klinkerriemchen sind mit denen von Verblendklinkern identisch. Oberflächenstrukturen und Farben stimmen deshalb stets überein.

Mit Winkelriemchen werden Gebäudeecken, Fensterstürze und –laibungen verkleidet. Durch ihre Verwendung und die anschließende Verfugung ist die Klinkerriemchen-Fassade nicht mehr von einer konventionell gemauerten Wand zu unterscheiden. Klinkerriemchen können aufgrund ihres relativ geringen Gewichtes nahezu überall angebracht werden.

Bauteile aus Klinker haben eine unbegrenzte Lebensdauer und benötigen keine Unterhaltskosten.

 

Aufgrund ihrer hohen Druckfestigkeit sind Klinker gegen mechanische Einwirkungen unempfindlich.

Sie besitzen einen „Selbstreinigungseffekt“. Schmutzpartikel können nicht in die Oberfläche eindringen und werden durch Regen abgewaschen. Die Oberflächen sind unempfindlich gegen Wind und Wetter, frostbeständig sowie kratz- und stoßfest.