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Passivhäuser mit Backstein

Der Maßstab für Energiesparhäuser hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Weg von Leichtbauweise und großen Glasfronten, hin zu Massivhäusern mit wetterfester Backsteinfassade. Dabei spielt sicher eine Rolle, dass Ziegelfassaden in Zentral- und Nordeuropa eine lange Tradition haben. Sie prägen das Bild vieler Städte und Dörfer.

Moderne Energiesparbauweise verbindet die Vorteile von Wärmedämmung und bewährter Steinfassade. Eine zweischalige Wand in Kombination mit Klinkern aus Ton bilden eine Einheit mit hoher Wärmespeichermasse und robuster Wetterfestigkeit.

 

Warum massiv besser ist

Die Thermografie der Straßen bebauung zeigt die enorm hohe thermische Qualität des gedämmten Hauses links vorne gegen über den NachbarhäusernBackstein besteht aus Ton, der bei über 1000°C gebrannt wird. Bei diesem keramischen Brand vollzieht sich eine Umwandlung des natürlichen Rohstoffs, hin zu einem unlösbaren, festen Material mit kapillaren Porengefüge. Diese einmalige innere Struktur des Steins hat gleich eine ganze Reihe positiver Effekte:

Backstein verfügt über eine große, natürliche Wärmespeicherfähigkeit. Der U-Wert einer zweischaligen Wandkonstrution liegt unter 0,15 W m²xK, Fenster mit Passivhausstandard haben einen Wert von 0,80 W(m²xK).
Zweiter positiver Effekt ist die Phasenverschiebung: Scheint die Sonne auf eine Backsteinfläche, so erwärmt diese sich allmählich. Die höchste Temperatur an der Rückseite der Verblendschale tritt erst auf, wenn diese außen schon wieder abgeklungen ist. Statt im Hochsommer den Innenraum aufzuheizen wird der Wärmefluss im Stein umgekehrt.

Nachhaltig bauen, Folgekosten senken

Massiv gebaute Häuser mit Backstein haben einen sehr langen Lebenszyklus und dementsprechend geringe Modernisierungsaufwände. Im Vergleich zu WDVS mit Putzfassaden, bei denen ein Anstrich alle 5 bis 10 Jahre, und eine Kompletterneuerung alle 25 Jahre fällig ist, spart die Massivbauweise diese Folgekosten ein. Der Farbton eines Backstein wird nicht durch künstliche Farbzusätze erzeugt und bleicht weder durch UV-Licht noch Feuchtigkeit aus. Auch gegen die Umwelteinflüsse, wie z.B. dem sauren Regen, ist ein Stein aus gebrannten Ton bestens gewappnet: Arbeitsflächen und Fußböden in chemischen Labors sind ebenso aus gebrannten Ton, wie die Sohlen von Abwasserkanälen.
Schlagregenbelastung von Verblendziegeln sind aufgrund der hohen Druckfestigkeit gegen mechanische Einwirkungen ebensowenig ein Problem wie in der Atmosphäre befindliche Schmutzpartikel - diese können nicht in die Oberfläche eindringen, und werden beim nächsten Regen abgewaschen.

Brandschutz
Der Ziegel ist bereits durchs Feuer gegangen. Wände aus Ziegel erfüllen alle Anforderungen der DIN 4102 an die Feuerwiderstandklasse F 90 "feuerbeständig". Ziegel setzen keine giftigen Rauchgase frei und brennen auch nicht.

Die zweischalige Wand besteht aus drei Schichten.

Eine zweischalige Wand aus Vormauerziegel (11,5 cm), PU-Dämmschicht (10 cm) und Hintermauer (15 cm) kommt nur auf eine Dicke von unter 40 cm (Abb. ganz links). Eine gute Dämmung bedeutet also keinesfalls dicke Wände! Durch innovative, aber bewährte Materialien kann auch mit einer schlanken Wand im Regel - wand aufbau der Passivhausstandard erreicht werden. Der Dämmstoff sowie das Material der Hintermauer sind frei wählbar. Von oben nach unten sind hier beispielhaft weitere Wand aufbauten für den Passivhausstandard aufgeführt: 11,5 cm Vormauerziegel + 14 cm Mineralwolle + 24 cm Porotonziegel = 49,50 cm; 11,5 cm Vormauerziegel + 14 cm Mineralwolle + 24 cm Porenbeton = 49,50 cm; 11,5 cm Vormauerziegel + 20 cm Mineralwolle + 24 cm Kalksandstein = 55,50 cmJede einzelne Schicht übernimmt eine wichtige Funktion und nur gemeinsam verknüpfen sie die Robustheit der massiven Außenwand mit einem hervorragenden Wärmeschutz:

  1. Die Hintermauer ist die tragende Wand, also die bauliche Grundsubstanz.
  2. Die Dämmschicht übernimmt die Funktion der „Pufferzone“ zwischen Außen- und Innenklima. Sie kann bis zu 20 cm dick ausgeführt werden. Darüber hinaus sind den Energiespareffekten durch ein Mehr an Dämmung jedoch physikalische Grenzen gesetzt.
  3. Die Vormauerschale aus frostbeständigem Backstein ist die Fassade und schützt Hintermauer und Dämmschicht dauerhaft vor jeglichen Witterungs- und Umwelteinflüssen. Sie wirkt zudem temperaturausgleichend.

 

Massiv ist Passiv - Ein Passivhaus ist ein Gebäude mit sehr guter Wärmedämmung. Zweischalige Wände mit gestalteten Backsteinfassaden erfüllen die Voraussetzungen an Wärmedämmung und Wertbeständigkeit bei geringen Folgekosten auf ideale Weise.

 

Besuchen Sie unsere Ausstellung in Düsseldorf (Gerresheim), und lassen Sie sich überzeugen wie vielfältig die Gestaltungsmöglichkeiten mit Backstein sind.

Mit freundlichem Gruß

Thomas Köhler